Waller und Paradise Lost auf Eis: Zwei weitere DCU-Projekte gestoppt
Das ursprüngliche DCU-Kapitel „Gods and Monsters“ wird weiter ausgedünnt: Die Serien „Waller“ und „Paradise Lost“ gehören laut einem neuen Bericht nicht mehr zu den Prioritäten von DC Studios und werden derzeit nicht mehr aktiv entwickelt.
Das berichtet Variety unter Berufung auf bestätigte Informationen. Eine endgültige Absage bedeutet das zwar noch nicht, allerdings liegen damit zwei weitere Projekte aus der großen DCU-Ankündigung von 2023 vorerst auf Eis.
Vertreter von DC Studios wollten sich gegenüber dem Branchenmagazin nicht zu der Entwicklung äußern.
Das Wichtigste
„Waller“ mit Viola Davis und das Wonder-Woman-Prequel „Paradise Lost“ sind laut Variety aktuell keine Prioritäten mehr bei DC Studios. Beide Projekte wurden bereits Anfang 2023 als Teil von „Chapter One: Gods and Monsters“ angekündigt. Derzeit befinden sie sich nicht mehr in aktiver Entwicklung. Eine endgültige Einstellung der Serien wurde allerdings nicht bestätigt.
Waller mit Viola Davis sollte das Peacemaker-Universum erweitern
„Waller“ gehörte zu den prominentesten Serienprojekten der ursprünglichen DCU-Präsentation.
Viola Davis sollte erneut Amanda Waller spielen, nachdem sie die Figur bereits in „Suicide Squad“, „The Suicide Squad“ und „Peacemaker“ verkörpert hatte.
Als James Gunn und Peter Safran das Projekt Anfang 2023 präsentierten, war außerdem vorgesehen, dass mehrere Figuren aus dem Umfeld von „Peacemaker“ in der Serie auftreten.
Für die Drehbücher waren Christal Henry, bekannt durch „Watchmen“, und „Doom Patrol“-Schöpfer Jeremy Carver vorgesehen.
Damals sprach Gunn sogar von einer bereits entwickelten Geschichte, die ihn besonders überzeugt habe.
Ursprünglich sollte die Serie außerdem eine Verbindung zwischen der ersten und zweiten Staffel von „Peacemaker“ herstellen. Dieser ursprüngliche zeitliche Plan hat sich inzwischen längst überholt.
Ursprünglicher Plan für Waller
Hauptrolle: Viola Davis als Amanda Waller
Format: Live-Action-Serie
Autoren: Christal Henry und Jeremy Carver
DCU-Verbindung: Figuren aus „Peacemaker“ sollten beteiligt sein
Auch Paradise Lost wird vorerst nicht weiterentwickelt
Noch interessanter dürfte für viele Fans allerdings das vorläufige Aus für „Paradise Lost“ sein.
Die Serie sollte tief in die Geschichte von Themyscira eintauchen und lange vor der Geburt von Diana Prince spielen.
Peter Safran beschrieb das Projekt 2023 als eine Art politische Fantasyserie im Stil von „Game of Thrones“. Im Mittelpunkt sollten die Machtstrukturen, Intrigen und gesellschaftlichen Regeln der Amazonen stehen.
James Gunn wiederum erklärte damals, dass die Serie zeigen sollte, wie diese Gesellschaft überhaupt entstand: Wer besitzt Macht? Welche Regeln bestimmen das Leben auf der Insel? Und welche politischen Spiele werden geführt, um an die Spitze zu gelangen?
Gerade dieses Konzept klang ziemlich ungewöhnlich für eine Superheldenserie.
Wonder Woman selbst wäre nach dem ursprünglich kommunizierten Plan gar nicht das Zentrum gewesen. Stattdessen sollte Themyscira als eigene Welt etabliert werden.
Auch daraus wird vorerst nichts.
Wichtig: „Nicht mehr in aktiver Entwicklung“ bedeutet nicht automatisch „für immer abgesagt“.
Beide Projekte könnten theoretisch zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgegriffen oder vollständig neu entwickelt werden.
Der aktuelle Stand ist allerdings eindeutig: Weder „Waller“ noch „Paradise Lost“ gehören momentan zu den Projekten, an denen DC Studios aktiv arbeitet.
Von der großen Gods-and-Monsters-Ankündigung bleibt immer weniger übrig
Besonders auffällig wird die Meldung, wenn man zurück ins Jahr 2023 schaut.
Damals präsentierten Gunn und Safran insgesamt zehn Projekte für den Start des neuen DC Universe. DC bezeichnete alle zehn ausdrücklich als Produktionen, die sich bereits in Entwicklung befanden.
Auf der Fernsehseite waren das:
Damit hat sich die ursprüngliche Serienseite des ersten DCU-Plans inzwischen erheblich verändert.
Das muss nicht automatisch bedeuten, dass DC Studios grundsätzlich die Kontrolle verloren hat. Gunn und Safran hatten bereits 2023 betont, dass Projekte verschoben oder verändert werden können und nichts produziert werden soll, bevor ein Drehbuch überzeugt.
Trotzdem fällt auf, wie viele der damals prominent präsentierten Vorhaben drei Jahre später entweder umgebaut wurden oder aktuell überhaupt nicht mehr aktiv verfolgt werden.
Für Wonder Woman bleibt die DCU-Zukunft damit weiter erstaunlich offen
Vor allem bei Wonder Woman hinterlässt die Entwicklung eine interessante Lücke.
„Paradise Lost“ sollte zumindest die Welt der Amazonen im neuen DCU etablieren. Fällt dieses Projekt vorerst weg, bleibt weiterhin die Frage, wann und in welcher Form Diana Prince selbst ihren Platz in James Gunns Universum erhält.
Gerade bei einer Figur aus der klassischen DC-Dreifaltigkeit neben Superman und Batman ist das bemerkenswert.
Bei Amanda Waller dürfte die Situation etwas anders aussehen. Die Figur ist bereits eng mit Gunns bisherigen DC-Projekten verbunden, weshalb das Ende der eigenständigen Serie nicht zwangsläufig bedeutet, dass Viola Davis als Waller aus dem Universum verschwindet.
Bestätigt ist derzeit allerdings nur eines: Die angekündigte „Waller“-Serie selbst wird momentan nicht aktiv weiterentwickelt.
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Kurzfristig wahrscheinlich weniger, als die Schlagzeile zunächst vermuten lässt.
DC Studios konzentriert sich offensichtlich auf Projekte, die tatsächlich produktionsreif sind. Genau diesen Ansatz hat James Gunn seit Beginn seiner Amtszeit immer wieder verteidigt.
Allerdings wächst mit jeder solchen Meldung die Distanz zwischen dem großen Plan, der Anfang 2023 präsentiert wurde, und dem DCU, das 2026 tatsächlich entsteht.
„Waller“ und „Paradise Lost“ sind dabei nur die neuesten Beispiele.
Ob beide Projekte irgendwann wieder aus der Schublade geholt werden, bleibt offen. Zumindest vorerst müssen Fans aber weder mit Viola Davis‘ eigener Waller-Serie noch mit politischen Machtspielen auf Themyscira rechnen.
Eine endgültige Beerdigung von „Waller“ und „Paradise Lost“ ist die aktuelle Meldung nicht.
Trotzdem ist sie bemerkenswert, weil beide Serien zu jener ersten großen Projektwelle gehörten, mit der Gunn und Safran das neue DCU 2023 vorgestellt haben.
Von „Gods and Monsters“ bleibt damit nicht nichts übrig – aber der ursprüngliche Fahrplan sieht inzwischen deutlich anders aus als noch vor dreieinhalb Jahren.
💬 Welches Projekt hättet ihr lieber gesehen?
Eine düstere „Waller“-Serie mit Viola Davis oder das politische Themyscira-Drama „Paradise Lost“? Und wie viel vom ursprünglichen DCU-Plan von 2023 erwartet ihr überhaupt noch auf Film und Serie zu sehen?
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WhatsApp-Kanal abonnierenQuellen: Variety, DC – ursprüngliche Gods-and-Monsters-Ankündigung. Bildmaterial: DC. Redaktionelle Einordnung: Comixdealer Magazin.
