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Marvel’s Wolverine Kritik: Brutal, wunderschön – aber nicht perfekt

Games-Kritik Marvel · Insomniac Games · PlayStation 5

Die Marvel’s Wolverine Kritik beginnt mit einer ziemlich einfachen Erkenntnis: Insomniac hat nicht versucht, Spider-Man einfach die Krallen anzuschrauben.

Keine riesige Open World.

Kein Netzschwingen durch Manhattan.

Kein familienfreundliches Superhelden-Abenteuer.

Stattdessen bekommen wir einen linearen Singleplayer-Actiontitel, in dem Logan Gegner mit Adamantium-Klauen zerlegt, Körperteile durch die Gegend fliegen und der berühmte Heilfaktor direkt Teil des Kampfsystems wird.

Das klingt zunächst nach dem Wolverine-Spiel, auf das Fans seit Jahren warten.

Und in vielen Punkten scheint es genau das auch zu sein.

Allerdings zeigen die ersten großen Tests auch ziemlich deutlich: Unter all dem Blut steckt nicht automatisch der nächste Insomniac-Meilenstein.

„Marvel’s Wolverine“ versteht erstaunlich gut, wie sich Wolverine anfühlen muss. Die größere Frage ist, ob daraus über 15 bis 20 Stunden auch ein abwechslungsreiches Spiel wird.

Logan in Marvel's Wolverine von Insomniac Games
Insomniacs Logan soll deutlich mehr sein als eine brutale Kampfmaschine. Gerade die ruhigeren Momente werden in mehreren Tests gelobt. Bild: Insomniac Games / Sony Interactive Entertainment

Transparenz

Diese Kritik basiert auf mehreren veröffentlichten Vorabtests sowie den offiziellen Informationen von Insomniac Games und PlayStation. Uns lag zum Veröffentlichungszeitpunkt kein eigenes Testmuster vor. Die redaktionelle Wertung am Ende ist deshalb eine Einordnung der übereinstimmenden Stärken und Schwächen – kein vorgetäuschter Hands-on-Test.

Kurz eingeordnet

„Marvel’s Wolverine“ scheint vor allem dort stark zu sein, wo es kompromisslos Wolverine sein darf: Die Kämpfe sind brutal und wuchtig, Liam McIntyre überzeugt als Logan, die Präsentation gehört technisch zur PS5-Spitze und die lineare Struktur hält das Tempo hoch. Gleichzeitig nennen mehrere Tests ähnliche Schwächen: begrenzte Gegnervielfalt, ein Kampfsystem, das sich trotz seiner Härte wiederholt, teilweise zu lange Bosskämpfe, simple Stealth-Passagen und eine Story, über deren Qualität sich die Kritiker erstaunlich uneinig sind.

Insomniac Games · Sony Interactive Entertainment
Marvel’s Wolverine
Plattform
PlayStation 5
Release
15. September 2026
Genre
Singleplayer Action-Adventure
Struktur
Linear · keine Open World
Spielzeit
ca. 15–20 Stunden
Deutschland
USK 18

Endlich kein Spider-Man mit Krallen

Die wahrscheinlich beste Entscheidung trifft Insomniac bereits bei der Struktur.

„Wolverine“ ist kein Open-World-Spiel.

Und ganz ehrlich:

Das tut inzwischen fast gut.

Statt 74 Kartenmarkierungen, zwölf Aussichtstürmen und 38 verschwundenen Sammelobjekten gibt es weitgehend geradlinige Missionen.

Man reist allerdings durch sehr unterschiedliche Schauplätze.

Kanada.

Japan.

Madripoor.

Dazu kommen etwas offenere Abschnitte, kleine Abzweigungen und sogenannte Nightmare Doors mit zusätzlichen Kampf- oder Traversal-Herausforderungen.

Aber das Spiel versucht offenbar nicht, künstlich 40 Stunden Inhalt aus einer Geschichte zu pressen, die eigentlich nach 15 vorbei sein sollte.

GamePro nennt ungefähr 15 Stunden, während GamingBolt bei rund 20 Stunden landete.

Für mich klingt das bei einem linearen Actiontitel eher nach Stärke als nach Problem.

Nicht jedes große PlayStation-Spiel braucht eine Karte, auf der 300 Symbole darauf warten, abgearbeitet zu werden.

Und verdammt: Wolverine kämpft endlich wie Wolverine

Der offensichtlichste Unterschied zu Spider-Man steckt natürlich im Kampfsystem.

Peter Parker weicht aus.

Er schwingt.

Er jongliert Gegner durch die Luft.

Logan läuft auf das Problem zu und steckt seine Krallen hinein.

Insomniac setzt deshalb auf aggressives Momentum.

Leichte und schwere Angriffe, Parieren, Ausweichen und Spezialtechniken bilden die Grundlage.

Über eine dreistufige Wutanzeige wird Logan während längerer Kämpfe zunehmend gefährlicher.

Gleichzeitig ist die Rage direkt mit seinem Heilfaktor verbunden.

Wer aggressiv bleibt, baut also nicht nur offensive Möglichkeiten auf, sondern erhöht auch seine Überlebenschancen.

Das passt hervorragend zur Figur.

Brutales Kampfsystem in Marvel's Wolverine
Das Spiel trägt seine USK-18-Einstufung nicht zum Spaß: Blut und Verstümmelungen gehören zum Kampfsystem – lassen sich auf Wunsch allerdings reduzieren. Bild: Insomniac Games / Sony Interactive Entertainment

GamePro hebt besonders das Parieren hervor.

GamingBolt lobt wiederum die Kombination aus Rage, Spezialangriffen, Adaptations und Umgebungs-Finishern.

Auch GameSpot beschrieb bereits im Vorabtest sehr treffend, dass die Gewalt nicht einfach Dekoration ist.

Sie soll Logans inneren Konflikt spielbar machen.

Je länger ein Kampf dauert, desto stärker verschmelzen Spieler und Figur mit dieser Wut.

Das ist wahrscheinlich die beste Idee des gesamten Systems.

Was Insomniac offenbar richtig verstanden hat

Ein Wolverine-Kampf sollte nicht aussehen wie perfekte Kampfkunst. Er sollte wirken, als hätte jemand einen wütenden, praktisch unkaputtbaren Mann mit sechs Messern in einen Raum voller schlechter Entscheidungen geworfen.

Die Brutalität ist kein Feigenblatt

Natürlich verkauft sich so etwas hervorragend in Trailern.

Arm ab.

Blutfontäne.

Krallen durch den Brustkorb.

Trailer fertig.

Interessanter ist deshalb, dass mehrere Tester unabhängig voneinander bestätigen, dass die Gewalt tatsächlich zum Spielgefühl beiträgt.

Logan ist schwerer als Spider-Man.

Seine Treffer sollen Gewicht besitzen.

Seine Bewegungen wirken aggressiver.

Wenn er über das Schlachtfeld auf einen Gegner springt, soll es eben nicht elegant aussehen.

Es soll weh tun.

Gleichzeitig lässt Insomniac die Intensität der Gewaltdarstellung reduzieren.

Dynamisches Blut und Verstümmelungen können abgeschaltet werden.

Auch für Zwischensequenzen existieren Filter.

Das Spiel verliert dadurch nicht seine grundsätzliche Härte, gibt Spielern aber die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, wie explizit sie das sehen möchten.

Das Problem: Nach zehn Stunden sind es immer noch dieselben Krallen

Und hier landen erstaunlich viele Kritiken beim gleichen Punkt.

Das Kampfsystem macht Spaß.

Aber es entwickelt sich offenbar nicht genug.

Natürlich kommen neue Fähigkeiten dazu.

Dropkicks.

Flächenangriffe.

Spezialtechniken.

Passive Anpassungen.

Neue Gegnertypen.

Trotzdem löst Logan fast jedes Problem weiterhin auf dieselbe Weise:

Er zerlegt es mit seinen Krallen.

Das klingt bei Wolverine zunächst nach einer ziemlich albernen Beschwerde.

Was soll er denn machen?

Plötzlich Feuerbälle werfen?

Natürlich nicht.

Aber ein gutes Actionspiel braucht trotzdem Variationen innerhalb seiner Kernmechanik.

GamePro kritisiert genau diese zunehmende Monotonie.

ComicBook geht sogar noch weiter und hält das Kombosystem insgesamt für überraschend oberflächlich.

GamingBolt empfindet die Kämpfe dagegen deutlich abwechslungsreicher und vergibt am Ende sogar die Höchstwertung.

Allein diese Unterschiede zeigen:

Wie sehr das Kampfsystem trägt, dürfte stark davon abhängen, wie viel Freude man schlicht daran hat, Wolverine Wolverine sein zu lassen.

Stealth in Marvel's Wolverine
Wolverine kann Gegner auch anschleichen. Gerade diese Stealth-Passagen gehören laut mehreren Eindrücken allerdings nicht zu den großen Stärken des Spiels. Bild: Insomniac Games / Sony Interactive Entertainment

Stealth? Ja. Aber offenbar eher Marke 2018

Auch das Anschleichen soll etwas Abwechslung bringen.

Logan kann Gegner wittern, aus erhöhter Position beobachten und einzelne Feinde lautlos ausschalten.

Das passt grundsätzlich.

Wolverine ist schließlich nicht nur Berserker.

Er ist Jäger.

Allerdings gehören diese Passagen laut mehreren Tests zu den konventionelleren Teilen des Spiels.

Hohes Gras.

Gegner beobachten.

Einzeln herauspicken.

Nächster Busch.

GamingBolt findet das funktional, aber zu simpel.

Auch im größeren Gesamtbild entsteht dadurch ein Eindruck, der „Wolverine“ offenbar häufiger begleitet:

Insomniac führt bekannte Systeme hervorragend aus.

Revolutionär sind sie deshalb noch lange nicht.

Die Story ist der große Streitpunkt

Und hier wird es richtig interessant.

Denn bei der Geschichte reden die verschiedenen Tests teilweise über ein Spiel, das kaum dasselbe sein könnte.

GamePro lobt eine filmreife, charakterorientierte Geschichte.

GamingBolt nennt sie sogar eine der stärksten und emotionalsten Geschichten, die Insomniac bisher erzählt habe.

ComicBook sieht praktisch das Gegenteil.

Dort wird die Handlung als vorhersehbar beschrieben, mehrere Charakterentscheidungen werden deutlich kritisiert und gerade einige Veränderungen an bekannten Figuren stoßen auf Ablehnung.

Pressespiegel
Drei Tests – drei ziemlich unterschiedliche Urteile
GamePro – 86/100

Stark inszenierte, charakterorientierte Story, wuchtiges Gameplay und hervorragende Technik – aber auf Dauer etwas eintönige Kämpfe und Kameraprobleme.

GamingBolt – 10/10

Begeistert von Story, Schauspiel, Bosskämpfen, Kampfsystem, Pacing und Präsentation. Kritisiert im Wesentlichen nur kleinere Bugs und schwache Stealth-Passagen.

ComicBook – 3/5

Lobt Grafik und zunächst unterhaltsame Kämpfe, kritisiert allerdings eine vorhersehbare Story, umstrittene Charakterentscheidungen und ein schnell repetitives Kampfsystem.

Diese Spaltung finde ich fast spannender als eine einheitliche 90er-Wertung.

Denn offenbar erzählt Insomniac nicht einfach eine sichere Wolverine-Origin.

Es verändert Dinge.

Manche Tester mögen diese Version der Figuren.

Andere überhaupt nicht.

Gerade bei Logan und Jean Grey scheint das Spiel Entscheidungen zu treffen, die Comicfans diskutieren werden.

Das ist mir ehrlich gesagt immer noch lieber als eine völlig risikofreie Handlung, über die zwei Tage später niemand mehr spricht.

Liam McIntyre scheint der heimliche Volltreffer zu sein

Ein Punkt taucht dagegen auffällig oft positiv auf:

Liam McIntyre als Logan.

Das ist kein einfacher Job.

Hugh Jackman hat diese Figur über Jahrzehnte so stark geprägt, dass jede neue Version zwangsläufig neben ihm steht.

McIntyre versucht offenbar sinnvollerweise nicht, Jackman zu kopieren.

Stattdessen bekommt dieser Logan mehr Raum für rohe Wut, Unsicherheit, Gedächtnisverlust und ruhigere emotionale Momente.

GamingBolt bezeichnet seine Performance sogar als herausragend.

Und GamePro lobt sowohl englische als auch deutsche Sprachausgabe.

Liam McIntyre als Logan in Marvel's Wolverine
Liam McIntyre muss gegen Jahrzehnte Hugh Jackman im kollektiven Gedächtnis antreten – und scheint sich erstaunlich gut zu behaupten. Bild: Insomniac Games / Sony Interactive Entertainment

Grafisch gehört Wolverine offenbar ganz nach oben

Bei der Technik gibt es dagegen relativ wenig Streit.

Das Ding sieht verdammt gut aus.

GamePro berichtet auf der normalen PS5 von einem nahezu konstanten 60-fps-Leistungsmodus, der trotzdem Raytracing-Effekte bietet.

Nur in besonders heftigen Szenen wurden dort kleinere Einbrüche beobachtet.

Auf der PS5 Pro stehen zusätzliche Raytracing-Optionen zur Verfügung.

GamingBolt lobt ebenfalls Modelle, Umgebungen, Effekte und Performance.

Vor allem die wechselnden Schauplätze scheinen der Präsentation zu helfen.

Schnee in Kanada.

Enge Straßen in Japan.

Madripoor.

Militäranlagen.

Große Setpieces.

Das ist der Vorteil einer linearen Struktur:

Jeder Ort darf anders aussehen, weil das Spiel nicht zwangsläufig aus einer einzigen riesigen Karte bestehen muss.

Die Bosskämpfe sind spektakulär – vielleicht etwas ZU lang

Auch bei den Bossen wiederholt sich dieses Muster.

Visuell scheinen sie spektakulär zu sein.

Omega Red.

Sentinels.

Gigantische Gegner.

Wolverine klettert an Maschinen hoch und reißt ihnen im Zweifel eben die Augen heraus.

Sehr Wolverine.

Bosskampf in Marvel's Wolverine
Spektakel kann Insomniac weiterhin. Bei einigen Bossen scheint allerdings eher die Lebensleiste als der Gegner selbst der größte Feind zu sein. Bild: Insomniac Games / Sony Interactive Entertainment

Doch während GamingBolt gerade diese Kämpfe besonders lobt, kritisieren sowohl GamePro als auch ComicBook, dass manche Auseinandersetzungen zu lange dauern.

Hat man die Angriffsmuster einmal verstanden, folgen offenbar gelegentlich noch sehr viele weitere Wiederholungen.

Das ist eine dieser klassischen Actionspiel-Sünden.

Der Boss ist längst besiegt.

Seine Lebensleiste hat es nur noch nicht gemerkt.

Über 100 Accessibility-Optionen – das verdient Erwähnung

Was schnell untergeht, gehört gleichzeitig zu den beeindruckendsten technischen Leistungen.

Insomniac spricht von mehr als 100 neuen, zurückkehrenden oder verbesserten Barrierefreiheitsfunktionen.

Dazu gehören unter anderem:

Screenreader, Audiodeskription, globale Spielgeschwindigkeit, visuelle Hilfen, anpassbare Zielgeschwindigkeiten und Optionen für motorische, auditive und visuelle Einschränkungen.

GamePro hebt zusätzlich die fünf Schwierigkeitsgrade hervor.

Auf dem niedrigsten kann Logan gar nicht dauerhaft sterben.

Und gerade bei einem Spiel, dessen Hauptfigur einen absurden Heilfaktor besitzt, ist das sogar thematisch ziemlich elegant.

Warum sind die Wertungen trotzdem so niedrig?

„Niedrig“ ist natürlich relativ.

Ein Wertungsschnitt um 77 oder 78 bedeutet nicht, dass „Wolverine“ plötzlich ein schlechtes Spiel ist.

Allerdings ist der Kontext ungewöhnlich.

Insomniacs bisherige große Marvel-Spiele lagen deutlich höher.

Der erste „Spider-Man“ kam auf 87.

„Miles Morales“ auf 85.

„Spider-Man 2“ auf 90.

Deshalb wirkt ein Wert um 78 bei einem der wichtigsten PlayStation-Exclusives des Jahres plötzlich wie eine Enttäuschung.

Ich würde daraus allerdings noch kein Drama machen.

Denn gerade die einzelnen Reviews zeigen, dass hier offensichtlich Geschmack eine große Rolle spielt.

Wer lineare Singleplayer-Action liebt und einfach einen kompromisslosen Wolverine spielen möchte, dürfte viele der Kritikpunkte deutlich weniger schwer gewichten.

Wer dagegen ein tiefes Character-Action-System oder eine spielerische Evolution nach 15 Stunden erwartet, könnte wesentlich kritischer reagieren.

Mein Eindruck aus den Tests

Das Problem von „Wolverine“ scheint nicht zu sein, dass Insomniac Wolverine nicht verstanden hat.
Das Problem ist eher, dass die fantastische Wolverine-Fantasie spielerisch nicht immer genug neue Ideen bekommt.

Die Comixdealer-Einordnung

Marvel’s Wolverine
Redaktionelle Einordnung auf Basis mehrerer Tests
Story & Figuren 8,0 / 10
Kampfsystem 8,5 / 10
Grafik & Präsentation 9,5 / 10
Abwechslung 7,0 / 10
Technik & Ausstattung 9,0 / 10
Redaktionelle Einordnung
8,4
von 10

Keine eigene Testwertung: Die Zahl fasst unsere Einordnung der bislang veröffentlichten Reviews und der übereinstimmend genannten Stärken und Schwächen zusammen.

Mein Fazit: Nicht der nächste Spider-Man – und vielleicht ist genau das gut

Comixdealer-Fazit

Nach den ersten Tests wirkt „Marvel’s Wolverine“ auf mich wie ein Spiel, dessen größte Stärke gleichzeitig seine größte Begrenzung ist.

Es will Wolverine sein.

Kompromisslos.

Brutal.

Direkt.

Und genau das scheint Insomniac hervorragend einzufangen.

Logan fühlt sich schwer an. Die Klauen besitzen Wucht. Rage und Heilfaktor greifen spielerisch ineinander, und optisch gehört das Spiel offenbar zu den beeindruckendsten Produktionen der PS5.

Dazu gefällt mir die Entscheidung für ein konzentriertes, lineares Abenteuer enorm.

Allerdings zeigen fast alle kritischeren Stimmen auf denselben Punkt:

Nach einigen Stunden kennt man das Kampfsystem.

Die Gegner wechseln.

Die Landschaften wechseln.

Die Animationen werden spektakulärer.

Aber Logans Antwort bleibt meistens: Krallen raus und drauf.

Bei der Story würde ich mir dagegen noch kein endgültiges Urteil aus fremden Tests erlauben.

Wenn ein Magazin sie als Insomniacs stärkste Geschichte feiert und ein anderes exakt dieselben Figurenentscheidungen als größte Schwäche bezeichnet, möchte ich ehrlich gesagt lieber selbst sehen, welche Seite recht hat.

Der Konsens scheint trotzdem ziemlich eindeutig: „Marvel’s Wolverine“ ist kein neues „Spider-Man 2“ – aber sehr wahrscheinlich das überzeugendste Wolverine-Spiel, das wir bisher bekommen haben.

🎮 Für wen dürfte Marvel’s Wolverine passen?

Für Wolverine- und X-Men-Fans, die ein konzentriertes Singleplayer-Abenteuer suchen und lieber 15 bis 20 gut inszenierte Stunden spielen als eine weitere riesige Open World abzuarbeiten. Wer dagegen ein extrem tiefes Kampfsystem à la Devil May Cry, sehr komplexe Stealth-Mechaniken oder maximale spielerische Abwechslung erwartet, sollte die ersten Spielerberichte nach Release noch abwarten.

💬 78 Punkte – Enttäuschung oder völlig egal?

Schreckt euch der überraschend niedrige Wertungsschnitt ab? Oder klingt ein lineares Wolverine-Spiel mit brutalen Kämpfen gerade deshalb gut, weil es einmal nicht versucht, 50 Stunden Open-World-Beschäftigungstherapie zu liefern?

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Quellen & Transparenz: GamePro, GamingBolt, ComicBook.com, GameSpot sowie offizielle Angaben von Insomniac Games und PlayStation. Bilder: Insomniac Games / Sony Interactive Entertainment. Der Artikel fasst veröffentlichte Tests redaktionell zusammen; es handelt sich nicht um einen eigenen Vorabtest.

Alexander Janetzki – Comixdealer

Alexander Janetzki ist seit 2009 im Comicfachhandel tätig, betreibt den Onlineshop Comixdealer und hat Film und Fernsehen mit Schwerpunkt Regie studiert. Im Comixdealer Magazin schreibt er über Comics, Filme, Serien und Popkultur.

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